News

SEPA-Begleitgesetz verabschiedet – ELV bleibt bestehen

Am 01.03.2013 hat der Bundesrat das sogenannte SEPA-Begleitgesetz verabschiedet...

...mehr
Newsübersicht

Lastschriftverfahren noch bis 2016

(06.11.2012)

EC-Karte weiterhin zur Erstellung einer Lastschrift ausreichend
Das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) ist auf einem guten Weg, auch langfristig am Markt bestehen zu können. Einen ersten Schritt hierzu hat kürzlich das European Payment Council EPC getan, indem es Änderungsanträge des HDE an der SEPA-Lastschrift diskutiert und in diesem Sinne beschlossen hat. Mit der Umsetzung der nun beschlossenen Änderungen des EPC ist es auch unter SEPA-Bedingungen möglich, Lastschriften durch Auslesen einer Zahlungskarte zu generieren. Damit wird ELV auch weiterhin funktionieren. Ohnehin gilt für ELV eine verlängerte Übergangsfrist bis 2016, in der auch das bekannte DTA-Verfahren genutzt werden kann. Lastschriften, die nicht auf Basis einer Karte erstellt werden, müssen jedoch bereits zum 1. Februar 2014 den SEPA-Anforderungen entsprechen.
Der HDE hatte in einem Änderungsantrag vorgeschlagen, dass der Name und die Anschrift des Zahlers nicht für die Ausführung von Lastschriften erforderlich sei und damit ein optionales Feld sein könne. Das EPC hat nun beschlossen, dass die Adresse des Zahlers bei Lastschriften kein Pflichtfeld mehr ist. Anstelle des Namens könne künftig alternativ die Abkürzung CIM (steht für card initiatd mandate) gefolgt von Kartennumer, Kartenfolgenummer und Gültigkeitsdatum verwendet werden. Damit ist auch weiterhin am POS die Erstellung eines Lastschriftmandates durch Auslesen der EC-Karte und anschließender Unterschrift möglich. Die neuen Regelungen sollen noch im November veröffentlicht werden und am 1. Februar 2014 in Kraft treten.

Weitere Faktoren für effizientes ELV unter SEPA
Mit der Entscheidung ist ein wesentlicher Schritt zum Erhalt des ELV in der SEPA erreicht. Ob die weiteren Änderungsanträge des HDE erfolgreich waren, ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Der HDE hatte unter anderem vorgeschlagen, den sogenannten Hoffnungslauf, eine erneute Einreichung bei mangelnder Kontodeckung, unter vereinfachten Bedingungen zu gestatten. Weitere Vorschläge zielen auf eine elektronische Signatur, einen verlängerten Verwendungszweck und eine vereinfachte Prenotification, die vorgeschriebene Vorankündigung einer Abbuchung.

D-1 Option wesentlich für ELV-Erfolg
Ein weiterer Punkt zur effizienten Gestaltung eines SEPA-ELV ist die Gutschrift des Abbuchungsbetrages am nächsten Bankarbeitstag auf dem Händlerkonto. Nach SEPA-Standard ist eine Lastschrift, die erstmalig erfolgt, 5 Tage vor Fälligkeit bei der Zahlstelle, also bei der Bank des Kontoinhabers vorzulegen (D-5). Die Deutsche Kreditwirtschaft DK hat jedoch bereits angekündigt, diese Mindestvorlagefrist auf einen Tag zu verkürzen. Diese als D-1 bzw. COR1 Lastschrift beschriebene Vorlagefrist bei der kontoführenden Bank ist maßgeblich für den Erhalt der Effizienz bei ELV. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Ankündigung der Kreditwirtschaft ohne weitere Bedingungen erfolgt.

Offener Punkt: Erhalt der Auslesbarkeit der Karte
Ebenso wichtig für einen Erfolg eins künftigen ELV auf Basis der EC-Karte ist die Auslesbarkeit der Kontoinformation. Bereits seit längerem besteht die Gefahr, dass die Kartenherausgeber die Kontonummer sowie Bankleitzahl nur noch verschlüsselt auf den Magnetstreifen und Chip der Karte bringt. Eine Erstellung einer Lastschrift wäre dann nur mit Kenntnis des Schlüssels möglich. Mit der Einführung der internationalen Kontonummer IBAN wird der HDE fordern, weiterhin die Kontoverbindung, nun als IBAN lesbar auf dem Chip zu hinterlegen. Dies korrespondiert mit der Forderung von EuroCommerce, künftig auf jeder Zahlkarte einen sogenannten Basiszahlungsdienst zu unterstützen. Mit Lesbarkeit der IBAN wäre übergangsweise ELV als solcher Basiszahlungsdienst möglich.

 

Quelle: HDE




Zurück zur Übersicht

Karten Logos

Technische Hotline 04107 - 908172 · hotline@afc.de | Kundenservice 04107 - 908171 · neukunden@afc.de | Rücklastschriftenservice 04107 - 908130 · rlv@afc.de